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Während sich die Fähre Portoferraio nähert, genügt ein Blick auf die Befestigungsanlagen um die große Gefahr nachzuempfinden, welche die barbarischen Angriffe einst darstellten. Ein Blick auf die massiven Mauern, die das Herz der Stadt Medici umschließen, erbaut auf den Ruinen des alten römischen Fabricia und des mittelalterlichen Feraja, und man kann sie fast noch hören, die Schritte der Wachen die sich durch die Mauergänge bewegen, den Blick auf das Meer und auf die Pisaner Festung des Volterraio gerichtet, auf der Suche nach einem Zeichen von Gefahr.
Die Stadt bleibt lange unsichtbar, verborgen hinter dem Felsen über dem Meer. Dann wird der achteckige Turm der Linguella sichtbar, un am Turm vorbei, schweift der Blick über den Naturhafen, über die pastellfarbenen Häuser angefügt an die antiken Mauern.
Die Entstehung ist mit den Heldentaten der griechischen Mythen verbunden, Geschichte und Legenden vermischen sich um von der Ankunft der Argonauten zu erzählen, welche auf der Suche nach dem goldenen Vlies, einen sicheren Hafen auf einer Insel fanden die Aethalia genant wurde, die Funkensprühende, wegen der vielen ständig brennenden Feuer für die Eisenschmelze. Jason gab ihm den Namen Argon, den Namen seines Schiffes, und von diesem Moment an bot der Hafen im Laufe der Jahrhunderte etruskischen, römischen, pisanischen, toskanischen, französischen und englischen Schiffen Schutz.
Von hier aus reisten 300 junge Elbaner ab um Priamo im Troianischen Krieg beizustehen; dies war einer der Standorte für den Bau von prachtvollen Villen der reichen römischen Senatoren, während dieser ruhigen Periode wurde der Frieden durch die "Pax Romana" garantiert. In diesem Hafen betrat Napoleon Buonaparte das erste mal die Insel, als er ins Exil geschickt wurde, vom Volk aber wie ein Herrscher empfangen wurde.
Dieser Hafen ist ein Juwel, eine Oase der Zuflucht und jeder Seemann, der hier eintrifft, in früheren Zeiten und auch heute, besonders wenn das Meer draußen tobt oder der Mistral bläst, wenn die Segel bis zum Zerreissen gebläht sind, hier fühlt er sich sicher und, zu Hause.
Die Reede von Portoferraio wird heute durch die Passage moderner Yachten aller Größen belebt, durch die vielen Fähren welche die Insel mit dem Festland verbinden und durch die riesigen Kreuzfahrtschiffe, von Sportbooten und den Segelbooten der verschiedenen Segelschulen, die dieses Stückchen Meeresspiegel als Basis für ihre Aktivitäten gewählt haben.
Und nicht selten erscheinen auch Wale und statten der Bucht einen Besuch ab: Schulen von Tümmler und Wale, die von Frankreich nach Sardinien durch dieses Wal-Schutzgebiet ziehen.
Für diejenigen die zum ersten Mal nach Portoferraio kommen, vielleicht ohne Auto und nur für wenige Stunden, ist es schwierig sich vorzustellen, dass sich nur wenige Schritte vom kommerziellen Hafen eine Stadt voller Charme und zu entdeckender Schätze befindet. Noch schwieriger ist es, zu glauben, dass sich einer der schönsten Strände auf der Insel am Ende der belebten Kreuzung der Via Carducci befindet.
Doch man muss nur der Via Manzoni bis zum Kiesstrand folgen. Die weisse Küste versinkt im unglaublich klaren Wasser, und bietet ein Spiel von Licht und Farbe in unendlichen Tünungen von grün und blau. Die dunklen Flecken welche die weissen Kieselsteine des Strandes, von den Wellen glatt und rund geschliffen, sind die Spuren der Schweisstropfen welche die Argonauten gelassen haben als sie auf der Suche nach dem goldenen Vlies auf die Insel kamen. So erzählt es die Legende, Così racconta la leggenda, uns so hält Portoferraio mit seinem Hafen Argon Einzug in die griechische Mythologie.
Vom Strand aus gut zu sehen das Inselchen "Lo Scoglietto" (der kleine Felsen), mit seinem Leuchtturm: der Wasserspiegel zwischen dem Scoglietto und dem Strand Le Ghiaie und Capo Bianco ist seit 1971 ein Naturschutzgebiet um Meeresfauna und Flora zu schützen. Aus diesem Grund können sich hier Fische, Weichtiere und andere wirbellose Tiere ungestört reproduzieren und schaffen ein einzigartiges Ambiente, ein regelrechtes "Outdoor-Mittelmeer-Acquarium. Das klare Wasser, die Freundschaft und die Neugier welche die Fische in der Begegnung mit Menschen zeigen, die Feslenwände gefärbt von Gorgonien und Schwämmen haben aus diesem Gebiet ein bevorzugtes Tauchrevier gemacht. Saraghi, Castagnole und Occhiate schwimmen ruhig zwischen den Zweigen der Posidonia, aus der wiederum Spirografen und die seltenen Nacchere hervor sprießen, große Weichtiere und Muränen, Polpi, Langustn verstecken sich in den Felsspalten und am Grund schwimmen große Zackenbarsche zwischen Schnapperfischen und Barracudas. .
Den Botanik-Liebhabern schenkt ein Besuch der Felswände am Strand eine Auswahl typischer Gewächse der Felsenküste, Pflanzen in einer Felsspalte überleben, fast ohne Erde und in salzhaltiger Luft:die Grasnelke mit ihren lila Blüten in ihrer endemischen Form, eine geschützte Pflanze, Meeresfenchel mit grünlichen Blüten; Felsenginster mit gelben Blüten und haarigen Blättern.
(Testo di Ornella Casnati - freie Übersetzung A. Knauer)
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